Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen

Augustinus, Psalmenkommentar 101–150, Chelles, Abtei Notre-Dame, um 800, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Köln. Foto: EDDB Köln

Das im Mittelalter von Hand geschriebene, künstlerisch gestaltete Buch übt bis heute eine starke Faszination aus. Die Herstellung war nicht allein Männersache, sondern lag vielfach auch in den Händen von Frauen. In Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln (EDDB) zeigt das Museum Schnütgen eine Auswahl an Handschriften, die von Ordensfrauen in Nordfrankreich, Köln, Niedersachsen und Nürnberg eigenhändig geschaffen wurden. Die Tätigkeit als Schreiberin und Buchmalerin erforderte dabei Disziplin, intellektuelle Fähigkeiten sowie handwerkliches Können. Hochwertige und künstlerisch wertvolle Bücher wurden für den eigenen Bedarf und auch für externe Auftraggeber angerfertigt, die den Handschriften aus Männerhand in nichts nachstanden.

An Beispielen aus der Zeit um 800, dem späten 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert lassen sich Prinzipien des Layouts, Veränderungen der Buchmalerei und auch die Frage nach einer spezifisch weiblichen Gestaltung erkunden.

 

 

 

 

Ausstellungsinformationen:

„Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen“
Ausstellung im Museum Schnütgen – in Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln
Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln
Laufzeit: 26.10.2021 – 30.01.2022

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Zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag ein begleitender Katalog erschienen. Die umfangreiche Publikation mit 150 Abbildungen in Farbe ist im Museumsshop für 34,90 € und im Buchhandel für 39,90 € erhältlich.

Einen exklusiven Einblick darin, wie man im Mittelalter geschrieben hat, gibt das YouTube Video „Mit Federkiel und Tinte – Schreiben wie im Mittelalter“ der Museen Köln.