British Library präsentiert ihre Sammlung buddhistischer Texte

Die Ausstellung „Buddhism“ der British Library (25. Oktober 2019–23. Februar 2020) erforscht die Wurzeln, die Philosophie und die heutige Relevanz einer der größten Weltreligionen – von den Anfängen im 6. Jahrhundert v. Chr. im Norden Indiens bis in die heutige Zeit, in der sich 500 Millionen Anhänger auf der ganzen Welt zu dieser Religion bekennen.

Mit seltenen und farbenfrohen Schriftrollen, bemalten Wandbehängen und Faltbüchern rückt die Ausstellung „Buddhism“ die außergewöhnliche Kunstfertigkeit in den Fokus, die in buddhistischen Manuskripten und frühen gedruckten Werken zum Ausdruck kommt. In der Ausstellung werden die weniger bekannten Schätze der British Library aus aller Welt beleuchtet, die für weit mehr als nur das Publikum in Großbritannien interessant sein dürften.

Die Ausstellung betrachtet die Theorie, die Ausübungspraxis und die Kunst des Buddhismus, beschäftigt sich mit der Ikonographie Buddhas und geht der Frage nach, was es bedeutet, in der heutigen Zeit ein Buddhist zu sein. Dabei werden die drei wichtigsten Schultraditionen des Buddhismus – Mahayana, Theravada und Vajrayana – in 20 Ländern und über 2.000 Jahre hinweg untersucht.

Die British Library verfügt über eine der umfassendsten Sammlungen asiatischer Manuskripte der ganzen Welt und damit über wunderschön illuminierte Manuskripte buddhistischer Schriften, literarische Werke, historische Erzählungen und Werke über buddhistische Kosmologie sowie über buddhistische Zeremonien und Ritualpraktiken.

Von heiligen Schriften auf Baumrinde, Palmblättern und Gold zu den aus Seide gefertigten Schriftrollen der wichtigsten Sutras – der Buddhismus war entscheidend für die Entwicklung von Schreib- und Drucktechniken, die es ermöglichten, Ideen und Wissen an Menschen in ganz Asien weiterzugeben.

Jana Igunma, die Kuratorin der Ausstellung „Buddhism“ der British Library, meint: „Der Buddhismus inspiriert noch immer verschiedene künstlerische Ausdrucks- und Lebensformen. Da die Idee der Achtsamkeit nun immer mehr zum Mainstream wird, freuen wir uns, die bisher größte Ausstellung buddhistischer Sammlungen der British Library zu präsentieren und somit die weniger bekannten Schätze dieser Institution aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt zu stellen.“

Die Ausstellung der British Library wird von einem Veranstaltungsprogramm und einem prächtig illustrierten Buch begleitet: „Buddhism: Origins, Traditions and Contemporary Life.“

 

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Falls sie die Ausstellung besuchen möchten und weitere Informationen benötigen, kommen Sie hier zur Website der British Library.

Das Chester Beatty in Dublin verfügt über eine Sammlung thailändisch-buddhistischer Manuskripte von internationaler Bedeutung. Wir haben vor Kurzem darüber berichtet, dass derzeit viele dieser Manuskripte in einer Ausstellung bewundert werden können.

1994 erwarb die British Library 27 früh-buddhistische und aus Birke gefertigte Schriftrollen. Zwei Jahre später begann das Projekt für früh-buddhistische Manuskripte der Universität Washington damit, das Studium, die Aufarbeitung und die Veröffentlichung dieser wertvollen Dokumente voranzutreiben.